Unterwegs zur Hauptpost in Kaunas

Der Weg zum Hauptpostamt in Kaunas führt durch die Freiheitsallee, ein schnurgerader, fast 2 km langer Boulevard, vermutlich entstanden in den 1930iger Jahren, als Kaunas die Hauptstadt Litauens war, weil Vilnius von den Polen besetzt war. Weiterlesen

Abenteuer in Marrakesch

Ist es ein Reiseabenteuer, einen Tag und eine Nacht auf dem Flughafen in Marrakesch festzusitzen? – Sitzen im wahrsten Sinn des Wortes, auf roten Plastiksesseln, die Sitze abgeteilt durch Armlehnen aus Stahl, die ein bequemes Aufstützen ebenso ermöglichen, wie sie verhindern, dass man sich hinlegen kann. Weiterlesen

Der Geschmack des Lebens

Gespräch mit Arnold Mettnitzer anlässlich der kbw-Jahrestagung am 22. April 2017 in St. Pölten

 Wie uns das Leben schmeckt, wie es sich anfühlt, welche Lebensmelodie uns im Ohr klingt – die Sinneserlebnisse sind es, die uns erfüllen, und so zum Sinn des Lebens werden. Davon ist Prof. Dr. Arnold Mettnitzer, der Hauptreferent bei der Jahrestagung des kbw am 22. April, zutiefst überzeugt. Mit dem Theologen, Therapeuten, Autor und Journalisten sprach Erwin Lasslesberger.

Lasslesberger: Wir leben in einer Zeit großer materieller Sicherheit, dennoch ist das Thema „Lebenssinn“ für viele Menschen heute sehr brisant. Warum ist das so?
Mettnitzer: Materielle Sicherheit und „Innerer Halt“ sind nicht unbedingt deckungsgleich. Sehr oft sogar hat das eine recht wenig mit dem anderen zu tun. Die brisante Frage nach dem „Lebenssinn“ ist aus meiner Sicht zuallererst eine Frage nach der „inneren Balance“ eines Menschen.

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Das Gute sehen

Krisen aller Art, die Spaltung des Landes, das Ende Europas, die unbewältigte Vergangenheit und die düstere Zukunft – ich kann ihn nicht mehr hören, den hysterischen Medienrummel, der aus jedem Unglück eine Katastrophe und aus jeder Schwierigkeit ein unüberwindbares Problem macht! Es ist doch nichts Neues: Die Wahrnehmung bestimmt unsere Wirklichkeit. Jede und jeder kennt es: wenn ich mich beim Autokauf für ein Modell entscheide, sehe ich nur mehr Autos dieser Marke.

„Schau auf das Gute“ ist mir zum Leitspruch geworden. Man kann das Realitätsverweigerung nennen, aber es ist tatsächlich nur die Weigerung, den kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit, den die Medien für uns heranzoomen und aufbereiten, für das Ganze zu nehmen. Das Gute zu sehen, in der Natur und in den Menschen, die mir begegnen, macht mich zuversichtlich und hoffnungsfroh.