Der Spur des Lebens folgen

Immer mehr vorweihnachtliche Veranstaltungen werden angekündigt,  Adventkonzerte, Bastelmärkte und Roratemessen sind vielerorts geplant als Einstimmung auf die stille Zeit. Doch die Töne des Herbstes sind laut und schrill.Laute Diskussionen über Flüchtlinge, schrille Sirenen an den Orten des Terrors – niemand kommt zur Ruhe, kann ruhig werden, und wir Christen schon gar nicht. Die christliche Botschaft von Gastfreundschaft, Nächstenliebe und Gewaltfreiheit wird auf eine harte Probe gestellt  – wenn jeden Tag tausende neue Flüchtlinge eintreffen, wenn der Terror so blindwütig zuschlägt wie in Paris, was soll da Gastfreundschaft, soll da Gewaltfreiheit ausrichten? Müsste man nicht endlich dicht machen, absperren, zurückschlagen, Stärke zeigen und Entschlossenheit?

Doch liegt die Rettung wirklich in höheren Grenzzäunen und mehr Bomben auf Syrien? Die Weihnachtsgeschichte erzählt von einer anderen Art der Rettung, eine Rettung durch eine Frau, die ein Kind zur Welt bringt, eine Frau, die Leben schenkt. Es ist die Unschuld, die Hilflosigkeit und Schwachheit, die uns rettet, ja, die uns erlöst, nicht die Überlegenheit des Stärkeren.
So legt uns die Weihnachtsgeschichte die Spur zum Leben – eine Spur, die uns öfter hinausführen wird aus unseren angestammten Kreisen und eingefahrenen Wegen. Dabei geht es nicht darum, zu missionieren, sondern den Weg der christlichen Liebe zu leben und so ein Stück Erlösung in die Welt zu bringen.

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